Die Frage kommt fast immer zu spät, nämlich dann, wenn die Warnung schon da ist. Dabei lässt sie sich an einem ruhigen Nachmittag in zehn Minuten beantworten, mit einem Zollstock und ein wenig Rechnen.
Die Rechnung
Ein gefüllter Sandsack der Größe M (40 x 60 cm) deckt liegend etwa 35 Zentimeter Breite ab, weil sich die Säcke überlappen müssen. In der Höhe bringt eine Lage etwa 10 Zentimeter, wenn der Sack richtig gefüllt und flachgeklopft ist.
Daraus ergibt sich: Säcke pro Lage = Breite in Zentimetern geteilt durch 35, und Anzahl der Lagen = gewünschte Höhe geteilt durch 10. Beides multiplizieren, und Sie haben Ihre Menge.
Ein Beispiel: eine Haustür von 100 Zentimetern Breite, die Sie 30 Zentimeter hoch schützen wollen. Das sind 3 Säcke pro Lage mal 3 Lagen, also 9 Säcke. Für eine Garageneinfahrt von 3 Metern und dieselbe Höhe sind es schon 27.
Der Zuschlag, den jeder vergisst
Rechnen Sie 20 Prozent dazu. Immer platzen einzelne Säcke, sitzt eine Lage schief oder brauchen Sie an einer Ecke eine zusätzliche Reihe. Und wenn das Wasser höher steigt als gedacht, wollen Sie nicht nachrechnen, sondern nachlegen.
Größer heißt nicht automatisch besser
Größe L (45 x 70 cm) deckt pro Sack mehr Breite ab, ist gefüllt aber auch schwerer und lässt sich schlechter tragen. Wer allein arbeitet, kommt mit Größe M oft weiter, weil das Stapeln schneller geht. Größe S ist vor allem für Lüftungsgitter, Kellerfenster und die Toilette gedacht.
Und der Sand?
Ein Sack der Größe M fasst etwa 15 Kilogramm Sand. Für neun Säcke brauchen Sie also rund 135 Kilogramm, das entspricht ungefähr einem Zehntel Kubikmeter. Rechnen Sie beim Sandkauf grob mit 1,5 Kilogramm pro Liter.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Sandsäcke für eine normale Haustür?
Für eine Breite von einem Meter und 30 Zentimeter Höhe etwa 9 Säcke, plus Zuschlag also rund 11.
Wie hoch kann ich stapeln?
Bis etwa einen Meter ist eine Sandsackwand mit ausreichender Basisbreite sinnvoll. Darüber steigt der Wasserdruck so stark, dass die Wand mehrere Lagen tief sein muss.
Wie viel Sand passt in einen Sack?
Etwa 15 Kilogramm bei Größe M. Füllen Sie die Säcke nur zu zwei Dritteln, sonst lassen sie sich nicht mehr formen und dichten schlechter ab.
Kann ich statt Sand auch Erde nehmen?
Im Notfall ja, aber Erde schlämmt aus und wiegt nass deutlich mehr. Sand oder feiner Kies halten besser.





